Museums-Verein stößt auf zehn erfolgreiche Jahre an

Neu-Ulm. Strahlende Gesichter und ein helles Klirren gab es bei der diesjährigen Mitgliederversammlung vom „Freundeskreis des Edwin Scharff Museums“. Es galt, auf ein erfreuliches Jubiläum anzustoßen: Seit zehn Jahren gibt es den Freundeskreis des Museums am Neu-Ulmer Petrusplatz. Bei der Gründung 2005 hieß es, dass „Kultur gerade in Zeiten knapper Kassen breite Unterstützung“ brauche. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Der Verein, da sind sich die dort engagierten Mitglieder einig, ist nötiger denn ja. Nichts geändert hat sich auch an der Spitze des Vereins. Seit seiner Gründung steht dem Verein die frühere Neu-Ulmer Oberbürgermeisterin, Europaministerin Dr. Beate Merk vor. Sie hatte vor zehn Jahren gemeinsam mit Museumsleiterin Dr. Helga Gutbrod die Vereinsgründung initiiert. Den zweiten Vorsitz hat der Neu-Ulmer Rechtsanwalt Dr. Peter Urwantschky inne. Gründungsmitglied des Freundeskreises war auch Oberbürgermeister Gerold Noerenberg.

Während der Mitgliederversammlung blickte die Vereinsvorsitzende zurück auf die erfolgreichen Jahre, in denen die Mitglieder viel für das Museum bewirkt haben, in denen sie aber auch viele exklusive Kulturereignisse erleben konnten. Sie machte in Wort und Bild deutlich, dass der Freundeskreis ein Forum für alle sei, die sich dem Museum verbunden fühlen, wo jeder seine Ideen und Anregungen einbringen und im Verein aktiv im Interesse des Museums mitarbeiten kann.

So hat sich der Verein in den vergangenen zehn Jahren intensiv ums Fundraising für das Museum bemüht. Aus den gespendeten Mitteln wurden Kunstwerke angekauft und ein Klavier angeschafft oder museumspädagogische Maßnahmen gefördert. Auch die Ausstellung von Vera Lossau im Dialog mit Edwin Scharff war durch einen Kreis der Förderer finanziert worden. Dafür konnten die Mitglieder beispielsweise exklusive Führungen genießen – nicht nur im eigenen Haus, sondern auch in benachbarten Museen, wie etwa der Walther Collection in Burlafingen. Dort mussten wegen des großen Interesses – als erste Gruppe gleich nach der Eröffnung 2010 - gleich noch zwei Zusatztermine für den Freundeskreis angesetzt werden.

Aktuell engagiert sich der Freundeskreis sehr intensiv für den Museumsshop. Dieser hat sich seitdem sehr zum Positiven verändert, wirkt attraktiver und bietet eine größere Auswahl an kleinen Geschenken an. Er gilt, so Merk, inzwischen als Fundgrube für originelle Mitbringsel, vor allem auch für kleine Geschenke für die Kinder oder die Enkel, für den Adventskalender oder auch für Weihnachten.

Nach dem Blick in die vergangenen zehn Jahre, lenkte Beate Merk die Aufmerksamkeit der Mitglieder aber voller Freude auch in die Zukunft. Der Freundeskreis engagiere sich sehr intensiv dafür, Spenden für den geplanten Umbau des Museums zu sammeln. Ab Herbst 2016 sollen die Alarmanlage, der veraltete Brandschutz und vor allem die Klimatechnik des Hauses am Petrusplatz modernisiert werden. Dabei soll auch die Eingangssituation des Museums verändert und ein Museumscafé integriert werden. Der Verein kümmere sich dabei darum, das Foyer zum Innenhof zu öffnen und den dortigen Außenbereich mit einem Segel zu überdachen. Merk hofft, „bis zum Umbaubeginn für das Umbau-Engagement des Freundeskreises eine erkleckliche Spendensumme erreichen zu können. Das liegt mir besonders am Herzen.“