KUNSTMUSEUM

Neben den Ständigen Ausstellungen zu Edwin Scharff und Ernst Geitlinger legen wir den Schwerpunkt in mehreren Sonderausstellungen pro Jahr auf die Klassische Moderne, also das ausgehende 19. und die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts - und das immer wieder mit dem Augenmerk auf der Bildhauerei. Damit erweitern und ergänzen wir den Blick auf das Werk Edwin Scharffs.
Zugleich zeigen wir ab und an aktuelle künstlerische Positionen und spannen damit einen Bogen zur Gegenwart.
Mit dem Bildhauer Scharff und dem etwa gleichaltrigen Maler Geitlinger konfrontieren wir eine figürliche Kunstauffassung mit Tendenzen ungegenständlicher und konkreter Kunst.

Denn was Innen, das ist Aussen

Emil Cimiotti. Retrospektive.

24.2. – 21.5.2018

Emil Cimiotti (*1927) hat als Pionier der Nachkriegskunst Skulpturgeschichte geschrieben. Bereits in jungen Jahren war er auf der Documenta (1959 und 1964) und auf der Biennale in Venedig (1958 und 1960) vertreten. Cimiotti gehörte einer neuen Künstlergeneration an, die sich direkt nach dem Krieg zunächst vollständig der Abstraktion verschrieb. Als führender Kopf des Informel vollzog er einen radikalen Bruch, der sich aus der Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Neuanfangs begründete. Die Retrospektive im Edwin Scharff Museum umfasst sieben Jahrzehnte seines einflussreichen künstlerischen Wirkens und ermöglicht die Begegnung mit einem der bedeutendsten Bildhauer der Nachkriegsmoderne.

Noch immer fühlt sich Emil Cimiotti mit Süddeutschland verbunden. Von hier aus nimmt seine künstlerische Erfolgsgeschichte ihren Lauf. Im Sommersemester 1949 begann er sein Studium an der Kunstakademie Stuttgart bei Karl Hils und Otto Baum. Schnell wurde Willi Baumeister auf ihn aufmerksam, der fortan seinen Weg als Mentor und Förderer begleitete. Die Neu-Ulmer Ausstellung zeigt 25 Plastiken, ausgewählte Zeichnungen und die jüngst im Hedwigsburger Atelier entstandenen Papierreliefs. Inmitten all der Vielfalt werden Cimiottis Konstanten gut sichtbar: So etwa der Wille, differenzierte Räume zu erschließen, sie im Innen und Außen erlebbar werden zu lassen und die Formen ins Leichte zu heben. Die Ausstellung beleuchtet neben den plastischen Hauptwegen Cimiottis noch immer unterschätzte Autorität als Zeichner sowie seine jüngst entstandenen starkfarbigen Papierreliefs.

Eine Ausstellung in Kooperation mit dem Georg Kolbe Museum, Berlin
Kuratorin: Prof. em. Dr. Christa Lichtenstern

WIR DANKEN UNSEREN LEIHGEBERN!

Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie Kunstmuseum Bochum Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen Staatliche Kunstsammlungen Dresden Sprengel Museum, Hannover Landratsamt Alb-Donau-Kreis Museum Ludwig, Köln Kunsthalle Recklinghausen Staatsgalerie Stuttgart Sowie zahlreiche Werke aus dem Besitz des Künstlers und aus Privatsammlungen. Emil Cimiottis direkt in Wachs aufgebaute Arbeiten, die über das Ausschmelzverfahren zum Unikat in Bronze führen, zeigen Formprozesse, die zunächst der Plastik im Informel neue Ausdrucksmöglichkeiten eröffneten. Zu Beginn der 1960er-Jahre verließ er diese fluiden Szenarien und gelangte zu Figurationen, deren Einzelformen ans Groteske grenzen. In den 1970er- und 1980er-Jahren entstanden dann figürliche Assoziationen. Unbekümmert überspielt Cimiotti die damals noch immer verhärteten Fronten von ,abstrakt‘ und ,gegenständlich‘. Zur Ausstellung ist ein Katalog zum Preis von 24 Euro erschienen.

Bildergalerie

Weitere Ausstellungen

Hör mal, wer da guckt!

Eine interaktive Mitmachausstellung für Kinder ab 5 Jahren
Bis 15.9.2019

Eine Ausstellung, die den ganzen Menschen in den Blick nimmt und Kinder jeglichen Alters dazu befähigen möchte, selbstbewusst, liebevoll und aktiv ihren jeweils individuellen Bedingtheiten und Befähigungen nachzugehen.

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Sammlung Edwin Scharff

Dauerausstellung

Die Ständige Sammlung des Museums zeigt Skulpturen, Bilder und Dokumente von Edwin Scharff und seinen Zeitgenossen. Werke von Ernst Barlach, Käthe Kollwitz oder Wilhelm Lehmbruck ergänzen den Blick auf die Zeit und verdeutlichen im unmittelbaren Vergleich das Charakteristische der Kunst Edwin Scharffs.

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Sammlung Ernst Geitlinger

Dauerausstellung

Seit den 1990er Jahren stellte die inzwischen aufgelöste Ernst Geitlinger-Gesellschaft, eine Vereinigung ehemaliger Schüler*innen, der Stadt Neu-Ulm einen großen Teil des Nachlasses zur Verfügung, der in den letzten Jahren durch Ankäufe ergänzt werden konnte.

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