KUNSTMUSEUM

Neben den Ständigen Ausstellungen zu Edwin Scharff und Ernst Geitlinger legen wir den Schwerpunkt in mehreren Sonderausstellungen pro Jahr auf die Klassische Moderne, also das ausgehende 19. und die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts - und das immer wieder mit dem Augenmerk auf der Bildhauerei. Damit erweitern und ergänzen wir den Blick auf das Werk Edwin Scharffs.
Zugleich zeigen wir ab und an aktuelle künstlerische Positionen und spannen damit einen Bogen zur Gegenwart.
Mit dem Bildhauer Scharff und dem etwa gleichaltrigen Maler Geitlinger konfrontieren wir eine figürliche Kunstauffassung mit Tendenzen ungegenständlicher und konkreter Kunst.

Gerhard Marcks: Skulptur und Grafik.

1. Mai – 25. Juli 2010

Eröffnung am Freitag, den 30. 4. um 19.00 Uhr

Gerhard Marcks gehört neben Ernst Barlach, Georg Kolbe, Wilhelm Lehmbruck oder Edwin Scharff zu den großen figürlich arbeitenden Bildhauern des 20. Jahrhunderts in Deutschland. 1889 in Berlin geboren und 1981 in der Eifel gestorben, durchmisst seine Kunst fast ein ganzes Jahrhundert. Ist es anfangs die Tierplastik, die den jungen Autodidakten interessiert, rückt rasch die menschliche Figur – eines der zentralen Themen aller Kunst – in den Mittelpunkt seines Schaffens.Auf die kubistisch-abstrahierten Holzskulpturen, die während seiner Zeit als Lehrer am Bauhaus (1919 – 1925) entstehen, folgt eine durch die Begegnung mit archaischer Plastik geprägte, beruhigtere Formensprache, die dem Naturvorbild wieder stärker verpflichtet ist.Lebensgroße Bronzeplastiken – darunter Hauptwerke wie die „Thüringer Venus“ – sind ebenso vertreten wie seltene Holzskulpturen der Bauhaus-Zeit. Größtenteils unpublizierte Zeichnungen ergänzen und bereichern den Blick auf das plastischeWerk. Die Ausstellung wird ermöglicht durch die großzügigen Leihgaben des Gerhard-Marcks-Hauses Bremen.Marcks´ Kunst speist sich aus den Eindrücken, die er in seiner unmittelbaren Umgebung sammelt. Seine Figurenerfindungen zeichnet eine große Natürlichkeitaus. Völlig unprätentiös und ganz mit sich im Einklang strahlen sie eine Gelöstheitund Ruhe aus, der jegliches Pathos fremd ist. In dieser Grundsätzlichkeit werdensie nicht selten zu Urbildern menschlichen Seins.Die Ausstellung im Edwin Scharff Museum gibt einen Überblick über das gesamteSchaffen des Künstlers.