KUNSTMUSEUM

Neben den Ständigen Ausstellungen zu Edwin Scharff und Ernst Geitlinger legen wir den Schwerpunkt in mehreren Sonderausstellungen pro Jahr auf die Klassische Moderne, also das ausgehende 19. und die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts - und das immer wieder mit dem Augenmerk auf der Bildhauerei. Damit erweitern und ergänzen wir den Blick auf das Werk Edwin Scharffs.
Zugleich zeigen wir ab und an aktuelle künstlerische Positionen und spannen damit einen Bogen zur Gegenwart.
Mit dem Bildhauer Scharff und dem etwa gleichaltrigen Maler Geitlinger konfrontieren wir eine figürliche Kunstauffassung mit Tendenzen ungegenständlicher und konkreter Kunst.

Als München leuchtete. Die "Scholle" und Leo Putz

31. Januar bis 10. Mai 2009

Heute weitgehend vergessen, galt sie einst als progressive Künstlervereinigung: die Künstlergruppe „Scholle“. In der Aufbruchsstimmung des neuen Jahrhunderts, in der Zeit als „München leuchtete“, wie Thomas Mann in seiner Erzählung "Gladius Dei" beschreibt, bestimmte sie die Kunstszene in München von 1899 bis 1911
wesentlich mit. Die ehemaligen Studenten der Münchner Akademie aus dem Dunstkreis der „Jugend“, der stilprägenden, epochemachenden „illustrierten Wochenschrift“, finden sich zusammen, um bessere Ausstellungsbedingungen zu erhalten. Kein künstlerisches Programm engt die Gruppe ein. Ihre zwischen Impressionismus und Jugendstil changierende Formensprache widmet sich symbolistischen Fantasien ebenso wie den großen Gattungen Porträt, Akt, Stillleben
und Landschaft, die sie in stimmungsvollen Gemälden festhalten.

Ab 1903 gehört auch Leo Putz zur Gruppe. Seine helle Palette, in der er bevorzugt Frauenporträts oder Akte schildert, und seine sachlich-straffe Pinselführung lassen ihn rasch zu einem der populärsten Künstler der Münchner Schule werden.

Die Ausstellung versammelt etwa 45 Gemälde der Jahrhundertwende aus der Sammlung Siegfried Unterberger, Meran, darunter zwei Neuerwerbungen
des Sammlers, die bisher kaum in Ausstellungen zu sehen waren. Es erscheint ein Katalog (23 €)