KUNSTMUSEUM

Neben den Ständigen Ausstellungen zu Edwin Scharff und Ernst Geitlinger legen wir den Schwerpunkt in mehreren Sonderausstellungen pro Jahr auf die Klassische Moderne, also das ausgehende 19. und die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts - und das immer wieder mit dem Augenmerk auf der Bildhauerei. Damit erweitern und ergänzen wir den Blick auf das Werk Edwin Scharffs.
Zugleich zeigen wir ab und an aktuelle künstlerische Positionen und spannen damit einen Bogen zur Gegenwart.
Mit dem Bildhauer Scharff und dem etwa gleichaltrigen Maler Geitlinger konfrontieren wir eine figürliche Kunstauffassung mit Tendenzen ungegenständlicher und konkreter Kunst.

Berliner Impressionismus

9. Dezember 2006 bis 4. März 2007

60 Gemälde aus der Nationalgalerie Berlin geben im Edwin Scharff Museum einen Überblick über das Schaffen der Berliner Secession, der tonangebenden Künstlervereinigung in den Jahren 1898 bis 1914.

Die berühmte Künstlergemeinschaft vereint das „Dreigestirn des deutschen Impressionismus“ Max Liebermann, Lovis Corinth und Max Slevogt. Sie allein sind in der Ausstellung mit 17 Gemälden vertreten.

1898 als Gegenbewegung zur offiziellen, zunehmend als pathetisch empfundenen Kunstauffassung des Kaiserreichs gegründet, prägt die Secession besonders die impressionistische Stilrichtung in Deutschland.

Im Gegensatz zur etablierten, konservativen Kunst mit ihrem Hang zur Denkwürdigkeit und Repräsentation rücken Künstler wie Liebermann, Leistikow, Lesser Ury und ihre Kollegen Motive des privaten Lebens in den Mittelpunkt. 

Mit einer aufgehellten Farbpalette und in lockerer Strichführung zielen sie in Porträts oder Bildern ihrer Frauen und Kinder auf die Unmittelbarkeit eines privaten, flüchtigen Augenblicks. Oder sie entwerfen in skizzenhaften, lichtdurchfluteten Darstellungen von Stadt-ansichten, Ausflugslokalen oder Parklandschaften ein heiteres Bild des gesellschaftlichen Lebens um die Jahrhundertwende.