Ausstellungsarchiv

Das Edwin Scharff Museum befindet sich seit Juni 1999 am Petrusplatz. Seitdem widmen sich die Sonderausstellungen vorwiegend der klassischen Moderne aber auch zeitgenössische Kunst wird immer wieder thematisiert. Dem künstlerischen Werk Scharffs folgend, liegt ein Augenmerk des Museums auf der Bildhauerei.
Die Sonderausstellungen ergänzen und erweitern das Werk Edwin Scharffs und spannen zugleich einen Bogen zum aktuellen Kunstgeschehen. Bis zur vorübergehenden Schließung im September 2016 fanden hier 65 Kunstausstellungen statt. Zwischen Juni 2009 und Sommer 2016 zeigte das Museum zudem sechs Kinderausstellungen. 

Vorschau

In den letzten zwanzig Jahren gehörten Werke Dorothea Maetzel-Johannsens immer wieder zu den ausdrucksstärksten Bildern in Sonder-Ausstellungen des Edwin Scharff Museums; einen Eindruck von Emil Maetzels Kunst vermittelte die Ausstellung „Flächenbrand Expressionismus“. Nun rückt das Edwin Scharff Museum ausschließlich das Hamburger Künstlerpaar in den Fokus und stellt damit zwei wichtige Vertreter der künstlerischen Avantgarde in Hamburg vor.

Zarte Männer in der Skulptur der Moderne

In auffallender Vielzahl bearbeiteten die Bildhauer seit Anfang des 20. Jahrhundert den Topos des unversehrten, aber verletzlichen Jünglings. Die Konzeption eines empfindsamen männlichen Körperideals erscheint als bewusste Gegenbewegung zu den heroischen Männerbildern der Zeit. In einem Umfeld des kriegerisch-militanten Selbstbewusstseins der späten Kaiserzeit und noch junger Demokratiebewegungen suchten die vorwiegend männlichen Künstler nach Verfeinerung von Körper und Geist. Der Kult um die Jugend, der sowohl in militanten wie in pazifistischen Kreisen in der Zeit um 1900 blühte, beflügelte dieses Ideal des zarten Mannes. Rund 60 Plastiken von Bildhauern aus drei Generationen, geboren zwischen 1847 und 1912, sind zu sehen, u. a. von Adolf von Hildebrand, Renée Sintenis, Hermann Blumenthal oder Gerhard Marcks.

Ausgezeichnet!

„Ausgezeichnet!“ Unter diesem Prädikat werden vom 2. März bis 23. Juni 2019 Werke von Edwin-Scharff-Preisträgerinnen und Preisträgern gezeigt. Die Ausstellung stellt ausgewählte Werke von Künstlerinnen und Künstlern vor, denen vom Hamburger Senat der Edwin-Scharff-Preis verliehen wurde, und zeigt damit anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Edwin Scharff Museum am Neu-Ulmer Petrusplatz verschiedene Positionen zeitgenössischer Kunst auf. Von Malerei und Bildhauerei über Videokunst und Fotografie bis hin zur Konzeptkunst reicht das Spektrum der Werke.

„Wie ein Traum!“ Emil Orlik in Japan

Unter dem Motto „Wie ein Traum!“ Emil Orlik in Japan zeigt das Edwin Scharff Museum vom 13. Oktober 2018 bis 10. Februar 2019 Orliks meisterhafte, oft farbige Grafiken und gibt die Eindrücke seiner Japan-Reise wieder. Orliks Werke werden mit original japanischen Holzschnitten der Zeit konfrontiert. Außerdem ergänzen historische Fotografien westlicher Reisender Orliks Blick auf die japanische Gesellschaft. Den Einfluss des so bezaubernden „Landes der aufgehenden Sonne“ belegen auch ausgewählte westliche kunsthandwerkliche Objekte im „Japan-Stil“.

Hör mal, wer da guckt!

Eine Ausstellung, die den ganzen Menschen in den Blick nimmt und Kinder ab fünf Jahren dazu befähigen möchte, selbstbewusst, liebevoll und aktiv ihren jeweils individuellen Bedingtheiten und Befähigungen nachzugehen.

Vorschau

Eine interaktive Ausstellung über Architektur, Baukultur und Raumverständnis bei Mensch und Tier.

Flächenbrand Expressionismus

Von den mehr als 750 Werken aus der Sammlung Hierling, von 90 Künstlerinnen und Künstlern, wurden 130 Blätter ausgewählt. Neben Arbeiten von Expressionisten der ersten Stunde wie Wassily Kandinsky oder Ernst Ludwig Kirchner stammen sie von bekannten, expressionistisch arbeitenden Künstlern, etwa von Wilhelm Morgner, Walter Gramatté, Georg Schrimpf oder Georg Tappert.

Emil Cimiotti

Die Neu-Ulmer Ausstellung zeigt 25 Plastiken, ausgewählte Zeichnungen und die jüngst im Hedwigsburger Atelier entstandenen Papierreliefs. Inmitten all der Vielfalt werden Cimiottis Konstanten gut sichtbar: So etwa der Wille, differenzierte Räume zu erschließen, sie im Innen und Außen erlebbar werden zu lassen und die Formen ins Leichte zu heben. Die Ausstellung beleuchtet neben den plastischen Hauptwegen Cimiottis noch immer unterschätzte Autorität als Zeichner sowie seine jüngst entstandenen starkfarbigen Papierreliefs.

Der Berliner Skulpturenfund

2010 wurden bei den Bauarbeiten zum neuen U-Bahnhof Berliner Rathaus hochrangige Skulpturen der klassischen Moderne entdeckt. Als erste und am besten erhaltene Skulptur wurde Edwin Scharffs Porträt der Anni Mewes geborgen. Insgesamt handelt es sich um 16 Kunstwerke, u.a. von Otto Baum, Karl Ehlers, Richard Haizmann, Will Lammert, Karel Niestrath und Marg Moll. Sie stammen ursprünglich aus deutschen Museen, aus denen sie 1937 beschlagnahmt wurden. In der Zeit des nationalsozialistischen Regimes galten diese Werke als „Entartete Kunst“ und wurden ab 1937 in der gleichnamigen Ausstellung gezeigt.

Eine Kooperation mit dem Föderalen Programm der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Bittersüße Zeiten – Barock und Gegenwart

In der Ausstellung treten außergewöhnliche Werke miteinander in einen Dialog, deren Entstehungszeit um die vierhundert Jahre auseinander liegen. So werden rund 30 Werke des holländischen und flämischen Barock des 17. Jahrhunderts 65 zeitgenössischen Werken von international bekannten Künstlern der Gegenwart gegenübergestellt. Dabei behandelt die Ausstellung die wichtigsten Stationen des menschlichen Lebensweges. Zu sehen sind Werke u.a. von Dirck Hals, Joos van Craesbeck bzw. Jonathan Meese oder Karin Kneffel.

Voll abgefahren

Erforsche, was die Welt bewegt! Mitmachen, ausprobieren, herausfinden

Die Malweiber von Paris

Die Ausstellung präsentiert Werke von zehn Künstlerinnen: Martha Bernstein, Ida Gerhadi, Annemarie Kruse, Käthe Kollwitz, Sabine Lepsius, Paula Modersohn-Becker, Margarethe Moll, Maria Slavona, Mathilde Vollmoeller-Purrmann und Clara Rilke-Westhoff – eine Auswahl von Malerinnen und Bildhauerinnen, die um 1900 dem Ruf nach Paris folgten, um sich dort künstlerisch zu entfalten und gleichberechtigt neben ihren männlichen Kollegen zu studieren.

Die Stille im Zentrum des Zyklons Gerhard Marcks und sein Modell Trude Jalowetz

Dank der Unterstützung der Kunststiftung Werner Schneider gelang es dem Edwin Scharff Museum vor kurzem, die bedeutende Plastik „Still allein“ von Gerhard Marcks aus dem Jahr 1932 zu erwerben. Im Jahr 1946 unterrichteten Gerhard Marcks (1889-1981) und Edwin Scharff (1887-1955) an der Landeskunstschule Hamburg. Die beiden Künstler galten als die wichtigsten deutschen Bildhauer des 20. Jahrhunderts.

…Dein Max – Große Kunst im kleinen Format

Große Kunst im kleinen Format: Wie die„Brücke“- Mitglieder Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein und Karl Schmitt-Rottluff untereinander oder mit Freunden und Förderern korrespondierten, zeigen die Künstlerpostkarten aus der wertvollen Sammlung des Altonaer Museums Hamburg.

Eine Kooperation mit dem Altonaer Museum in Hamburg.

Verglühte Träume - Werke junger Künstler, Opfer des Ersten Weltkrieges

Sie starben jung und hinterließen ein herausragendes, jäh abgebrochenes Werk; ein Frühwerk, das gleichermaßen Hauptwerk ist.

14x14 Vermessung des Donauraumes. – Momentaufnahmen. – Fotografische Positionen.

14 zeitgenössische, international renommierte Künstlerinnen und Künstler aus den 14 Ländern des Donauraumes wurden anlässlich der donumenta Jubiläumsausstellung 2012 in Regensburg eingeladen, ihr Land, ihre Gesellschaft, das Leben ihrer Mitbürger zu erkunden und zwei Fotos für diese Ausstellung zur Verfügung zu stellen.

Gottesbilder. Menschenbilder: Grafik der Moderne

Zu keiner Zeit haben sich so viele Künstler derart individuell mit dem „Buch der Bücher“ auseinandergesetzt wie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Künstlern wie Ernst Barlach, Marc Chagall, Otto Dix oder Emil Nolde geht es um mehr als eine Illustration der biblischen Geschichte. Sie greifen vielmehr Themen heraus, die sie persönlich berühren und – oft überraschend subjektiv – neu interpretieren.

Kopfüber Herzwärts

Eine interaktive Entdeckungsreise in und um den eigenen Körper

Elfriede Lohse-Wächtler. Ich allein weiß, wer ich bin

Elfriede Lohse-Wächtler – Arbeiten von ihr waren in Neu-Ulm erstmals in der Ausstellung „Entartet? Das Schicksal moderner Kunst in Deutschland 1933 - 45„ zu sehen - war eine Dresdner Malerin der Avantgarde. Während ihrer Ausbildung an der Kunstakademie in Dresden fand sie Anschluss an die Dresdner Sezession Gruppe 1919 und dabei auch Aufnahme in den Freundeskreis um Otto Dix, Otto Griebel und Conrad Felixmüller. Ihre Schaffensperiode fällt in die Zeit der Nationalsozialisten. Sie wurde als entartet diffamiert und im Rahmen der nationalsozialistischen Euthanasie-Aktion getötet.

Volker März: laughing Windows

Dem Künstler Volker März (*1957), der im neugestalteten Treppenhaus im Neubau des Edwin Scharff Museums seit 2009 mit seinen ‚Wandläufern‘ vertreten ist, widmet sich die neue Sonderausstellung. Der in Berlin lebende Künstler stellt nun sein Oeuvre vor. Volker März bezieht verschiedene Kunstformen, u.a. Skulptur, Installation oder Performance, in sein Werk mit ein. Seine raumbezogenen Inszenierungen, haben oft auch einen politischen Bezug.

 

Junge Pferde! Junge Pferde! Kunst auf dem Sprung ins 20. Jahrhundert

Edwin Scharffs Vorliebe für das Motiv ‚Pferd‘ bildet den Anlass zu dieser Ausstellung. Sie zeigt, dass Scharffs intensive Beschäftigung mit diesem Leitmotiv keine nur individuelle Passion ist. Vielmehr steigt das Pferd in den Jahren nach der Jahrhundertwende bis etwa 1920 als existentielle Metapher zu großer Bedeutung auf. Zunächst neoklassizistisch idealisiert, nehmen es die Künstler im Umkreis des Blauen Reiter als Sinnbild des reinen, mit der Schöpfung verbundenen Wesens. Bei den Brücke-Künstlern dagegen wird das Pferd als ein der Natur entfremdetes Wesen vorgeführt wird, das im Zirkus dem Amüsement der Stadtbewohner dient. Das überwältigende Erlebnis des Ersten Weltkriegs schließlich läßt die Künstler in ihrer Sprachlosigkeit wiederum auf Metaphern zurück. So ist es erneut das Pferd, das nun als gequälte Kreatur das Erlebte zu spiegeln vermag.

 

Willkommen@Hotel Global

Kinder und Jugendliche lernen in der Ausstellung "Willkommen@HotelGlobal" Menschen kennen, die auf unterschiedliche Weise mit Globalisierung konfrontiert sind bzw. diese mitgestalten. Sie erforschen die Lebenswelt dieser "Hotelbewohner" in einer spannenden Szenerie auf 400 qm, bewerten und reflektieren ihre Arbeit und positionieren sich so zu Fragen, die alle Bewohner dieser Erde etwas angehen.

 

You say it first: Vera Lossau im Dialog mit Edwin Scharff

Die Bildhauerin Vera Lossau (*1976) hat die Einladung angenommen, sich mit den Arbeiten Edwin Scharffs (1887-1955), dem Namensgeber des Museums, auseinander zu setzen und eröffnet damit die Ausstellungsreihe „Gastspiel“.

Was hat Scharffs Kunst uns heute noch zu sagen? Woran entzündet sich das Interesse einer zeitgenössischen Künstlerin? Zu welcher Neu-Interpretation seines Schaffens führt die Auseinandersetzung mit dem Oeuvre des älteren Kollegen?

Zwischen Madonna und Mutter Courage- Zur Darstellung der Mutter in der Kunst von 1905 bis 1935

Die Darstellung der Mutter ist seit Jahrhunderten und in allen Kulturen eine zentrale Inspiration für künstlerische Gestaltungen.In den ersten Jahrzehnten des 20. Jarhhunderts, die von radikalen politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen geprägt waren, entstanden in Deutschland besonders vielseitige Darstellungen des Themas. Bis weit in das 20. Jahrhundert wirkten die übermächtigen ikonographischen Muster der Muttergottes mit dem Jesuskind.

Eine Zusammenarbeit mit dem August Macke Haus, Bonn.

Gesellschaftsgarten: Martin Weimar

Martin Weimar (geb. 1959 in Neu-Ulm), der einer Neu-Ulmer Gärtnerfamilie entstammt und in Weihenstephan eine Ausbildung im Bereich der Blumen- und Zierpflanzengärtnerei und Floristik absolvierte, hat Mitte der 80er Jahre in München bei Daniel Spoerri Kunst studiert. Mit Fotos und Pflanzeninstallationen mit lebenden Pflanzen nimmt er in einer künstlerischen Verdichtung insbesondere den ehemaligen Neu-Ulmer Gesellschaftsgarten und seine Historie in den Blick.

Edwin Scharffs 125. Geburtstag – Zeitlebens Zeichner

‚Zeitlebens Zeichner‘ – so dürfte sich Edwin Scharff verstanden haben. Das Edwin Scharff Museum verwahrt über 7000 Grafiken, die im Besitz der Nachlassgemeinschaft sind. Sie stammen aus sämtlichen Schaffensperioden des Künstlers. Die Ausstellung gibt einen Einblick in den umfangreichen zeichnerischen Nachlass des Neu-Ulmer Zeichners und Bildhauers.

„Ein famoses Talent“: Mathilde Vollmoeller-Purrmann

Mit Mathilde Vollmoeller-Purrmann (1876 – 1943) rückt eine begabte Malerin in den Mittelpunkt einer Ausstellung, die ihre Künstlerkarriere zugunsten von Ehe und Familie an der Seite des Malers Hans Purrmann zurückstellte, dessen an den Pariser „Fauves“ orientierten, farbstarken Gemälde weithin bekannt sind. Die Ausstellung präsentiert ihre vielversprechenden Anfänge und ihren Werdegang, deren lichte Gemälde und Aquarelle eine Entdeckung wert sind. Sie wirft damit zugleich ein Schlaglicht auf ein exemplarisches Frauen- und Künstlerinnenleben in der Zeit um 1900.

Erzähl mir was vom Tod!

Diese Aufforderung mutet in einer Gesellschaft, die den Tod erfolgreich aus dem Alltagsleben verdrängt hat, befremdlich an. Und dann wird dieses Thema ausgerechnet in einer Ausstellung für Kinder und ihre Eltern angesprochen. Wie soll das gehen? Es geht, weil Themen wie „Alter“, „Zeit“ und „Vergänglichkeit“ spielerisch und anschaulich präsentiert werden. Begehbare Rauminszenierungen führen in unterschiedliche Aspekte des Themas ein. Bewusst verzichtet die Ausstellung sowohl in der Gestaltung als auch in der pädagogischen Vermittlung auf vordergründige Didaktik oder lineare Führung.

William Wauer und der Berliner Kubismus

William Wauer (1866-1962), tritt ab 1916 als Bildhauer und Maler in Erscheinung, nachdem er bereits erfolgreich als Verleger, Kritiker und Regisseur tätig war. Er gilt als eine zentrale Figur der deutschen Avantgardebewegung in der Weimarer Republik. 1938 wurde er als „entartet“ diffamiert. Seine Skulpturen sind sowohl vom Expressionismus beeinflusst, als auch vom Kubismus und Futurismus. Den Plastiken Wauers werden in der Ausstellung Werke weiterer Berliner Bildhauer gegenübergestellt, unter anderem Arbeiten von Alexander Archipenko, Johannes Itten, Oskar Schlemmer und Rudolf Belling.

Eine Kooperation mit dem Georg Kolbe-Museum Berlin.

Giraffe, Pudel, Dromedar. Tierplastik deutscher Bildhauer des 20. Jahrhunderts

Tiere gehören als Begleiter des Menschen zu den häufigsten und ältesten Themen der bildenden Kunst. Während Tiere in der Kunst bis weit ins 19. Jahrhundert hinein meist symbolische Bedeutung haben, wandelt sich die Tierdarstellung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Tiere werden nun um ihrer selbst willen geschildert, die Künstler versuchen das jeweilige Wesen eines Tieres zu erfassen.
 

Albert Weisgerber

Sie schläft. Nur ihr Kopf ist in den Falten des Kopfkissens und der weißen Bettdecke sichtbar. Ihr schwarzes Haar geht fast nahtlos in den Hintergrund über. Die weiß schimmernde Decke dominiert den Rest des Bildes. Mit diesem eindrucksvollen Gemälde Albert Weisgerbers wirbt das Edwin Scharff Museum am Neu-Ulmer Petrusplatz für seine neue Sonderausstellung: Vom 4. Dezember 2010 bis zum 27. Februar 2011 ist der Maler Albert Weisgerber (1878-1915), ein hochtalentierter Künstler der frühen Moderne, in einer umfassenden Überblicksausstellung wiederzuentdecken.

Ganz weit weg und doch so nah

Die interaktive Ausstellung nimmt Kinder mit auf eine sinnenfrohe Reise zum Zuhause anderer Kinder dieser Welt. Dabei geht es nicht um das exakte Abbilden von Ländern, sondern um einen Einblick in die Vielfalt des Lebens und der Kulturen: Wie unterscheiden sich Kleider und Frisuren, was wird anderswo gegessen, wie reden und schreiben Menschen in anderen Ländern, wie wohnen und arbeiten sie?

Entartet?

Die Ausstellung „Entartet? – Das Schicksal moderner Kunst in Deutschland 1933-45“ stellt die Werke von Malern, Grafikern und Bildhauern vor, die unter den Nationalsozialisten diffamiert wurden und unter Entlassungen, Ausstellungsverbot und Vernichtung ihrer Kunstwerke litten. Neben Bildern und Skulpturen von Otto Dix, Otto Freundlich, George Grosz oder Karl Hofer, deren Schaffen unvergessen ist, machen die Arbeiten weniger bekannter Künstler das ganze Ausmaß der nationalsozialistischen Kunstdoktrin deutlich.

Gerhard Marcks. Skulptur und Grafik.

Gerhard Marcks (1889 – 1981) gehört neben Ernst Barlach, Georg Kolbe und Wilhelm Lehmbruck zu den wichtigsten deutschen Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Seine Skulpturen gelten als Inbegriff einer modernen Formensprache, die dem Figürlichen verpflichtet ist.

Struwwelpeter & Dornröschen

Die Ausstellung zeigt historische Kinderbücher aus einer Privatsammlung.

Erlebnis Farbe - Aquarelle aus dem Brücke-Museum

Die Ausstellung im Edwin Scharff Museum versammelt über 100 Aquarelle aus dem Brücke-Museum Berlin. Neben frühen Arbeiten von Fritz Bleyl, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner und Karl Schmidt-Rottluff belegen Blätter aus den 20er und 30er Jahren die stete Beschäftigung der Maler mit dieser Kunst der transparenten Farbklänge. Die Ausstellung wird ergänzt durch Aquarelle der späteren ‚Brücke’-Mitglieder Max Pechstein und Otto Mueller sowie durch einzelne Blätter ihrer Freunde und Schüler Walter Gramatté, Max Kaus und Anton Kerschbaumer.

Achtung Familie!

Familien sind manchmal klein, manchmal riesengroß. Sie sind manchmal über die ganze Welt verstreut oder sie leben in einer einzigen Stadt. Die klassische Familie besteht aus Vater, Mutter, Kindern. Aber auch alleinstehende Menschen mit ihrem Kind sind eine Familie. Und wenn zwei Frauen oder zwei Männer ein Kind großziehen, nennt man sie ebenfalls Familie. Es gibt Pflegefamilien, Mehrgenerationenfamilien und Familien, die aus anderen Ländern stammen und jetzt bei uns leben...

Franz Bernhard - Reliefcollagen und Plastiken. Anthropomorphe Zeichen

Die immer neu zu bestimmende Grenze zwischen Figuration und Abstraktion zeigt zweierlei: Sie lässt Bernhard einerseits als charakteristischen Vertreter einer bildhauerischen Haltung der Nachkriegszeit in Deutschland erscheinen. Gleichzeitig macht sie deutlich, dass das Ringen um ein gültiges Bild des Menschen seine Aktualität nie verlieren wird.

Als München leuchtete – Die Künstlergruppe "Scholle" und Leo Putz

Die Ausstellung versammelt etwa 45 Gemälde der Jahrhundertwende aus der Sammlung Siegfried Unterberger, Meran, darunter zwei Neuerwerbungen des Sammlers, die bisher kaum in Ausstellungen zu sehen waren.

Das Matterhorn lächelt!

Die Bergpostkarten, die Emil Nolde (1867-1956) - zu dieser Zeit Zeichenlehrer am St. Gallener Kunstgewerbemuseum - 1897 veröffentlichte, sind der Ausgangspunkt der Ausstellung „Das Matterhorn lächelt“. Sie gibt einen Einblick in das wenig bekannte Frühwerk von Emil Nolde.

 

Wilhelm Busch

Wilhelm Buschs Bildergeschichten gehören zum festen Bestand jeder Hausbibliothek. Seine Figuren kennt jeder: Ob Max und Moritz, die Fromme Helene oder Hans Huckebein – vergnügt und keck treiben sie nach Herzenslust Schabernack, kosten ihre Schadenfreude aus oder entlarven die Scheinheiligkeit so mancher Moralapostel.
Die umfangreiche Ausstellung im Edwin Scharff Museum Neu-Ulm – eine Zusammenarbeit mit dem Wilhelm-Busch-Museum Hannover – richtet ihr Augenmerk auf die bekannten und unbekannten Seiten des populären Urvaters des Comics.

Max Klinger

Er war Maler, Grafiker, Bildhauer und Kunstpolitiker: Max Klinger (1857 – 1920) zählt zu den bedeutendsten Künstlern seiner Epoche. Von seinen Zeitgenossen zur Kultfigur stilisiert, geriet Klingers umfangreiches Werk in der Weimarer Zeit in Vergessenheit. Erst seit den 70er Jahren setzte eine erneute Würdigung seines Schaffens ein. Grund genug, dem Vielfachbegabten anlässlich seines 150. Geburtstages zahlreiche Ausstellungen vorzugsweise in nord- und ostdeutschen Museen auszurichten.

Skulptur entdecken

Seit wann gibt es Skulpturen? Was gilt als Skulptur? Woraus werden Skulpturen, Plastiken, Objekte und Installationen gefertigt? Die Ausstellung lädt zum spielerischen Entdecken ein. Sie will zeigen, dass das Klischee „steht bloß rum und ist nackt“ eine viel zu eindimensionale Sicht auf die Gattung Bildhauerei ist. In der Ausstellung wird ein Blick auf die Entwicklung der Skulptur im 20. Jahrhundert geworfen, das Geheimnis des Bronzegusses gelüftet und gezeigt, dass heute auch Bonbonberge von Felix Gonzalez-Torres oder die „One Minute Sculptures“ von Erwin Wurm zur Skulptur gehören.

Jugendstil - Ein Leben in Schönheit

Erstmals widmet sich das Edwin Scharff Museum in einer Sonderausstellung Aspekten einer ganzen Stilepoche: Unter dem programmatischen Titel „Ein Leben in Schönheit – Jugendstil“ spürt es der stilistischen wie reformatorischen Erneuerungsbewegung nach.
Der Jugendstil, der seine Blütezeit um 1900 erlebte, hatte es sich zur Aufgabe gemacht, das gesamte Leben künstlerisch zu erfassen und als ein Fest für die Sinne zu gestalten.

Berliner Impressionismus

60 Gemälde aus der Nationalgalerie Berlin geben im Edwin Scharff Museum einen Überblick über das Schaffen der Berliner Secession, der tonangebenden Künstlervereinigung in den Jahren 1898 bis 1914. Die berühmte Künstlergemeinschaft vereint das „Dreigestirn des deutschen Impressionismus“ Max Liebermann, Lovis Corinth und Max Slevogt.

expressiv bis sachlich

Mit Druckgrafik, Aquarellen und Zeichnungen von Max Beckmann, George Grosz, Gerhard Marcks, Otto Dix, Ludwig Meidner, Lyonel Feininger, Alexander Kanoldt u.a. zeigt das Edwin Scharff Museum erstmals ausgewählte grafische Arbeiten aus den Beständen des Museums Pfalzgalerie Kaiserslautern. Die Ausstellung spannt einen Bogen von expressiv visionären Bildern bis hin zu distanziert sachlichen Werken, die auf beeindruckende Weise die Zeit der „Goldenen Zwanziger” anschaulich machen: Zwischen Boulevard und Hinterhof versammeln sich Soldaten und Dirnen, arme Schlucker, Künstler und die feine Gesellschaft.

Skulptur!Klein!Skulptur!

Die Ausstellung „Skulptur!Klein!Skulptur!" versammelt über 90 Klein-Plastiken einer süddeutschen Privatsammlung. Anhand der bedeutenden Plastiken lässt sich die Entwicklung der Bildhauerei im späten 19. und 20. Jahrhundert nachvollziehen. Spannungsreich schlägt sie einen Bogen von der klassizistisch motivierten Skulptur Gottfried Schadows bis zu ungegenständlichen, konstruktiven Arbeiten der 1990er Jahre.

Scheinbar unscheinbar - Christian Rohlfs

Christian Rohlfs (1849-1938) farbintensive Gemälde gelten als Vorläufer des Expressionismus und waren für viele jüngere Künstler ein wichtiger Ausgangspunkt. Die Ausstellung im Edwin Scharff Museum, die in Kooperation mit dem Ernst Barlach-Haus in Hamburg entstand, wirft erstmals einen konzentrierten Blick auf die Anfänge des künstlerischen Werdegangs von Christian Rohlfs.

In den stärksten Farben

„In den stärksten Farben, höchst unakademisch und ganz modern“… so beschreibt Willi Baumeister das Werk seines Lehrers Adolf Hölzel (1853-1934), einem der bedeutendsten Vertreter der klassischen Moderne in Deutschland. In der rund 75 Werke umfassenden Ausstellung werden Gemälde und Zeichnungen des „Meisters Hölzel“ Arbeiten seiner Schülerinnen und Schüler gegenübergestellt.

Edwin Scharff - Die Weite seines Himmels

Edwin Scharff ist einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Anläßlich seines 50. Todestages gibt das Edwin Scharff Museum eine umfassende Übersicht über seine Werke, darunter viele bisher noch nie ausgestellte Zeichnungen. Insbesondere aber konfrontiert die Ausstellung Scharffs Bilder und Plastiken mit Arbeiten seiner Vorbilder, Zeitgenossen und Weggefährten und lotet so den Zeithorizont, in dem sich der Künstler bewegt, aus.

Karl Hartung

Karl Hartung (1908 - 1967) ist einer der Wegbereiter abstrakter Skulptur in Deutschland. Anfangs an einer figürlichen, der Antike verpflichteten Kunst orientiert, führt er als einziger deutscher Bildhauer in der Zeit der Nazidiktatur sein Werk in die Abstraktion. Die Ausstellung im Edwin Scharff Museum versammelt 70 Plastiken, Skulpturen und Zeichnungen aus allen Schaffensperioden Karl Hartungs und ermöglicht damit einen profunden Einblick in das Charakteristische seiner Kunst.

Im Rausch des Elementaren

Der Expressionismus, ab 1906 in den Künstlergruppen „Brücke" und „Blauer Reiter" aus dem Wunsch nach neuer Wahrhaftigkeit entstanden, bricht vehement mit der als erstarrt empfundenen, akademischen Kunsttradition. Heute gelten besonders die Jahre 1915 - 25 als intensive, idealistische Phase in der Entwicklung des Expressionismus.
Etwa 80 Gemälde und Skulpturen aus der Nationalgalerie Berlin u. a. von Max Beckmann, Rudolf Belling, Otto Dix, Walter Gramatté oder George Grosz veranschaulichen den Furor und Rausch, mit dem sich die Künstler dem für sie Elementaren hingeben: der Schaffung einer neuen, humanistisch geprägten Welt.

Heimwerk - Heiner Hepp

Irritierend belanglos – so mögen einem Heiner Hepps Arbeiten auf den ersten Blick erscheinen. Sie besitzen etwas derart Alltägliches, dass schon die Bezeichnung „Skulpturen und Objekte" merkwürdig aufgesetzt erscheint.In der Tat haben Hepps Arbeiten nichts von dem, was Kunst gemeinhin anhaftet. An Banalität des Materials sind sie kaum zu überbieten: Sie locken nicht mit wertvoller Bronze oder pathetischem Eisen, werben nicht durch edle Furniere oder bewußt ursprünglich belassene Holzstämme, sie machen sich auch nicht durch archaisch-organische Materialien wie etwa Fett oder Horn interessant. Schlicht Spanplatten, Lichtwellbahnen und Kunststoffrohre sind der Rohstoff des Bildhauers.

Ernst Barlach: Von Beginn an

Zeichnungen waren für Ernst Barlach (1870 - 1938) die unabdingbare Grundlage seines Schaffens. Sie nehmen das gleiche Gewicht ein wie Barlachs literarisches oder weithin bekanntes plastisches Werk.
Die Ausstellung im Edwin Scharff Museum am Petrusplatz gibt mit rund 100 Zeichnungen einen Überblick über Barlachs zeichnerisches Werk und ergänzt es durch ausgewählte Skulpturen. Sämtliche Werke sind Leihgaben des Ernst Barlach Hauses-Stiftung Hermann F. Reemtsma, Hamburg.

Und das Wort ward

"Denn ein Künstler, der etwas erreichen will, muß mit seiner Kunst ringen wie Jacob mit dem Engel. Herr, ich lasse dich nicht, du segnest mich denn."
Die Ausstellung zeigt angesichts der erschütternden Erfahrung eines Weltkriegs die künstlerische Beschäftigung mit biblischen Themen von einer Huckbesinnung auf christliche Grundwerte und offenbart die Sehnsucht nach einer zutiefst humanistisch geprägten Gesellschaft.

Ewald Mataré. Das Bild des Menschen

Ewald Mataré (1887 - 1965) gilt als eine der bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Das Edwin Scharff Museum zeigt das erste Mal im süddeutschen Raum Matarés bedeutenden Beitrag zum Menschenbild des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung versammelt alle wichtigen Zeugnisse für seine Auseinandersetzung mit dem Bild des Menschen. In rund 130 Arbeiten, darunter 35 Skulpturen, wird der Themenkreis vorgestellt. Da nicht nur Werke aus dem Bestand der Ewald Mataré-Sammlung in Kleve gezeigt werden, sondern auch Leihgaben aus öffentlichen und privaten Sammlungen zusammengetragen wurden, bietet die Ausstellung einen Anlass zur Neubewertung von Matarés Gesamtwerk.

Georg Kolbe und seine Liebe zum Tanz

Zwischen Anmut und Ekstase

Georg Kolbe (1877 - 1947) ist in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts derbekannteste und erfolgreichste deutsche Bildhauer. Die natürliche Anmutseiner Figuren und ihre zarte Innerlichkeit machen seine Plastiken überaus beliebt. Kolbes Interesse gilt insbesondere dem bewegten Körper. Das Edwin Scharff Museum stellt den Bildhauer deshalb unter dem Aspekt seiner Liebe zum Tanz vor. Als „sehr begeisterter Anhänger des Tanzes, des tanzenden Körpers" hat sich Kolbe selbst beschrieben.

Vom Zauber Japans

"...nur für den Augenblick leben, sich ganz der Betrachtung des Mondes, des Schnees, der Kirschblüten und rotverfärbten Ahornblätter hingeben, Wein trinken, die Dichtung und schöne Frauen lieben und sich wie ein Flaschenkürbis von der Strömung dahintreiben lassen" Asai Ryoi, 1661

Käthe Kollwitz

Käthe Kollwitz war die wohl bedeutendste deutsche Künstlerin ihrer Zeit (1867-1945). Ihre Werke streiten für ein menschliches Miteinander, thematisieren Mitleid und Empörung, Krieg, Tod, Abschied und immer wieder die Verbundenheit zwischen Mutter und Kind. Die Ausstellung gibt einen vollständigen Überblick über ihr plastisches Werk, denn sie versammelt „wohl das erste Mal im süddeutschen Raum“ bis auf eine Ausnahme alle überlieferten, museal präsentierbaren plastischen Arbeiten der Kollwitz. Sie zeigt zudem das gesamte grafische Werk der Künstlerin. Sie reüssiert 1898 mit dem Zyklus „Ein Weberaufstand“, der für seine hohe Kunstfertigkeit gerühmt wird. Mit den Jahren findet sie zu einer vereinfachenden, konzentrierten Form von großer Ausdruckskraft.